Bedeutung der Arbeitnehmertypen

Den Arbeitnehmertyp Deines Mitarbeiters legst Du in den Abrechnungseinstellungen des Mitarbeiters fest.

1 Arbeitnehmertyp definieren

2 Verschiedene Arbeitnehmertypen

3 Lohnnebenkosten-Pauschale

4 Wechsel des Arbeitnehmertyps

1 Arbeitnehmertyp definieren

Unter > Mitarbeiter > Einstellungen > Abrechnung definierst Du im entsprechenden Dropdownmenü den Arbeitnehmertyp Deines Mitarbeiters.

2 Verschiedene Arbeitnehmertypen

HINWEIS: Wir leisten keine Rechtsberatung. Die folgende Tabelle ist ein Informationsangebot. Bei detaillierteren Fragen zu Anstellungsverhältnissen wende Dich bitte an einen Arbeitsrechtler, Deine Steuerberatung oder Lohnbuchhaltung.

Arbeitnehmertyp

Bedeutung

Vollzeit

In Vollzeit ist ein Arbeitnehmer, dessen regelmäßige Wochenarbeitszeit durch tarifvertragliche oder gesetzliche Regelungen als Vollzeitbeschäftigter definiert ist (ca. 35 bis 40 Stunden die Woche). 

Teilzeit

Laut Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) liegt Teilzeitbeschäftigung vor, wenn die regelmäßige Wochenarbeitszeit eines Arbeitnehmenden kürzer ist, als die eines vergleichbaren Beschäftigten, welcher im selben Unternehmen in Vollzeit arbeitet.

Auszubildender

Ein Auszubildender im Sinn des Berufsbildungsgesetzes ist eine Person, die auf der Grundlage eines Berufsausbildungsvertrags eine Berufsausbildung in einem geordneten Ausbildungsgang absolviert.

Midi-Job


Als Midijob bezeichnet man ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem das Arbeitsentgelt zwischen 450,01 EUR und 850,00 EUR im Monat liegt und 850,00 EUR im Monat regelmäßig nicht überschreitet. Midijobs sind im Vergleich zu Minijobs sozialversicherungspflichtig. Innerhalb dieser Gleitzone ist der AN-Anteil zur gesetzlichen Sozialversicherung vom Bruttoarbeitsentgelt abhängig.

Minijob

Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung) liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt.

Zahlst Du Deinem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen.
Übersteigt der Jahresverdienst aber 5.400 Euro, weil sich der Verdienst Deines Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.
Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Kurzfr. Beschäftigung mit Lohnsteuerkarte

Bei einer kurzfristigen Beschäftigung liegt eine Sonderregelung vor: Vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2018 - Befristung der Beschäftigung auf 70 Tage oder 3 Monate. Ab dem 01.01.2019 - Befristung auf 50 Tage oder 2 Monate. Die Lohnsteuer wird nach dem individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Höhe der Steuer abhängig von der Steuerklasse der Aushilfe) berechnet.

Kurzfr. Beschäftigung ohne Lohnsteuerkarte

Eine kurzfristige Beschäftigung für die keine Lohnsteuerkarte vorliegt wird Pauschal mit 25 % versteuert.

Werkstudent

Als Werkstudenten werden immatrikulierte Studierende bezeichnet, die studienbegleitend in einem Unternehmen arbeiten. Ein Werkstudent muss mehr als 450 EUR verdienen, ansonsten ist er geringfügig Beschäftigter also Minijob. Für Werkstudenten werden nur Rentenversicherungsbeiträge abgeführt. Somit ist der Werkstudent nicht krankenversichert! Außerdem darf:
  • die Arbeitszeit der Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden pro Woche betragen
    oder
  • die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate (für den Zeitraum 2015 bis 2018 drei Monate) befristet sein
    oder
  • die Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien ausgeübt werden.

Selbstständig

Ein Selbstständiger ist kein klassischer Angestellter. Er stellt eine Rechnung an den Arbeitgeber. In "Lexware" und "Datev Lohn&Gehalt" erscheint er nicht in der Abrechnung.

Praktikant

Ein Praktikant unterzieht sich einer bestimmten Tätigkeit und Ausbildung in einem Betrieb, die Teil oder Vorstufe einer anderweitig zu absolvierenden Ausbildung (z.B. Hochschulstudium) ist.

Die Anstellungsverträge der Praktikanten können verschieden ausgestaltet sein, es kann ein, muss aber kein Arbeitsvertrag geschlossen werden.

Ehrenamtlich

Sich ehrenamtlich zu engagieren bedeutet, für eine Organisation freiwillig und ohne Vergütung Arbeit zu leisten.

3 Lohnnebenkosten-Pauschale

Entsprechend des eingestellten Arbeitnehmertyps berechnet E2N die Personalkosten für diesen Mitarbeiter. Diese ergeben sich aus dem hinterlegten Stundenlohn und einer Lohnnebenkosten-Pauschale.

Lohnnebenkosten sind alle Ausgaben, welche für den Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn anfallen.


4 Wechsel des Arbeitnehmertyps

Es kommt immer wieder vor, dass sich ein Anstellungsverhältnis ändert. Wird z.B. ein Auszubildender nach Beendigung seiner Ausbildung übernommen oder tritt ein in Vollzeit Beschäftigter etwas kürzer, kann sich der Arbeitnehmertyp ändern.

Wenn es sich nicht lediglich um eine Vertragsanpassung (z.B. höherer Stundenlohn), sondern um einen neuen Arbeitsvertrag handelt, stellt sich die Frage, wie dies in E2N abzubilden ist.

Grundsätzlich kommt es hierbei darauf an, zwischen welchen Arbeitnehmertypen gewechselt wird.

TIPP: Indem Du bei einem neuen Anstellungsverhältnis den bisher angelegten Mitarbeiter abmeldest und einen neuen anlegst, hast Du einen sauberen "Cut".


- Der neue angelegte Mitarbeiter erhält eine neue Personalnummer
- Die Urlaubskonten beider werden automatisch anteilig berechnet

Eine Änderung zwischen Voll- und Teilzeit kann ebenso im angelegten Mitarbeiter angepasst werden, wie die Übernahme eines Auszubildenden in einen Voll- oder Teilzeitvertrag.

Bei allen anderen Änderungen des Arbeitnehmertyps sollte ein neuer Mitarbeiter angelegt werden, da es hier Unterschiede in der SV-Pflicht gibt. So gibt es für den neu angelegten Mitarbeiter einen sauberen Start mit neuer Personalnummer, neuem Urlaubskonto und wenn geführt einem neuen Jahreskonto.