Überstundenberechnung

E2N erfasst nicht nur die Arbeitszeiten, Urlaub- und Krankheitstage, sondern kann auch ein Arbeitszeitkonto führen. Ein solches Konto kann sowohl für Festangestellte als auch für Aushilfen geführt werden. Wir benötigen dazu einige Basisinformationen, die in den Angaben zur Abrechnung anzugeben sind.

 

 

Arbeitszeitkonten unterscheiden sich in der Angabe von Lohn & Gehalt.

1 Variabler und fester Stundenlohn

Ist für den Mitarbeiter ein variabler oder fester Stundenlohn hinterlegt, kann ein Arbeitszeitkonto nur pro Monat geführt werden. Dies ist typisch für Aushilfen. (Bei einem Festangestellten mit festem Stundenlohn wird in der Regel kein Überstundenkonto geführt, da er nach Stunden bezahlt wird und somit keine Überstunden machen kann.)

Folgende Angaben werden zur Führung des Kontos benötigt:

 

Stundenlohn

Variabler Stundenlohn: variable Stundenlöhne für Arbeitszeiten und als "optionale Information" fixen Stundenlohn für Abwesenheiten hinterlegen

Fester Stundenlohn: fixen Stundenlohn für Arbeitszeiten und Abwesenheiten hinterlegen

Monatssoll

Variabler Stundenlohn: in EURO

Fester Stundenlohn: in EURO oder Stunden

Abwesenheitszeit Feste Stundenzahl festlegen oder dynamisch berechnen lassen (Mitarbeiter > Abwesenheitszeit)

 

Die "Überstunden"-Berechnung findet bei variablen und festen Stundenlohn nur statt, wenn das Monatssoll überschritten wurde. Das bedeutet: Alle Werte, die ÜBER dem maximalen Monatssoll liegen, werden auf dem Jahreskonto gesammelt. Negative Werte werden im Monatskonto zwar angezeigt, aber im Jahreskonto ignoriert.

Bedeutung Jahreskonto: Mitarbeiter > Jahreskonto

 



2 Festes Gehalt

Die Überstundenberechnung bei einem festen Gehalt kann pro Woche oder pro Monat durchgeführt werden. Hier werden sowohl Plus- als auch Minusstunden erfasst. Sowohl pro Woche, als auch pro Monat müssen Sollstunden für den Mitarbeiter festgelegt werden.

2.1 Berechnung pro Woche

Bei der Überstundenberechnung pro Woche wird die Berechnung für jede einzelne Kalenderwoche durchgeführt und alle vergangenen Wochen im Jahreskonto summiert.

Ein Wochenkonto wird angelegt, sobald Du eine Arbeitszeit oder ein Fehltag (Urlaub, Krankheit, Feiertagsausgleich, Schultag, freier Tag oder Sonderurlaub) erfasst. Die einzelnen Wochen kannst Du Dir im Detail bei jedem Mitarbeiter in seinem Kalender anschauen.

 

 

Die Zahl unter der KW gibt an, wie viele Überstunden gemacht wurde. 

  • Grüne positive Zahl: Der Mitarbeiter hat mehr als das Wochensoll gearbeitet. Er macht Überstunden.
  • Rote negative Zahl: Der Mitarbeiter hat weniger als das Wochensoll gearbeitet. Er macht Minusstunden.

Mit einem Klick auf die Kalenderwoche kannst Du Dir anschauen, wie sich die Stunden genau zusammensetzen.

 

 

Du kannst nachträglich die Sollstunden für diese Woche anpassen. Das Eingabeformat ist an dieser Stelle HH:MM, also zum Beispiel 40:00 für 40 Stunden. Hat der Mitarbeiter beispielsweise erst an einem Mittwoch im Unternehmen angefangen zu arbeiten, können hier die Sollstunden anteilsmäßig angegeben werden.

Auch die Abwesenheitszeit kannst Du ändern. Sollen Abwesenheitstage nur mit 7 Stunden gerechnet werden, kannst Du hier 07:00 angeben. Beim Anlegen einer Arbeitszeit oder einem Abwesenheitstag wird die Woche erstmal angelegt und berechnet. Dabei werden Wochenstunden und die Abwesenheitszeit aus den Abrechnungsdaten übernommen. Spätere Änderungen in der Einstellung-Abrechnung haben keinen Einfluss auf bereits berechnete Wochen.

Mit dem "Ignorieren" Button kannst Du diese Woche von der Überstundenberechnung ausnehmen. Die angefallenen Überstunden werden gelöscht und nicht im Überstundenkonto berücksichtigt. Das hat KEINEN Einfluss auf geleistete Arbeitsstunden oder eingetragene Urlaubstage.

Wenn Du die Woche erneut aufrufst und auf "Speichern" klickst, wird die Woche wieder neu berechnet. Die Plus- und Minusstunden werden auch hier auf dem Jahreskonto gesammelt. 

 

 

Pro Jahr werden folgende Werte ausgegeben:

Überstundenkonto

Aktueller Stand an restlichen Überstunden in Abhängigkeit von der Korrektur an angefallenen Überstunden.

Angefallene Überstunden

Die Summe aller Überstunden in diesem Jahr (Stand letzte abgeschlossene Kalenderwoche) unabhängig von einer Korrektur.

Überstunden Ausbezahlt Dieser Wert zeigt Dir, wie viele Überstunden Du bereits dem Mitarbeiter ausbezahlt hast.

 

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, angefallene Überstunden aus dem Vorjahr als Korrekturwert für das Jahr einzutragen: Hierbei gehst Du im "Jahreskonto" auf den blauen Stift und gibst die Korrektur aus dem Vorjahr ein, welche dann im Jahreskonto berücksichtigt wird.

 

                   

2.2 Berechnung pro Monat

Bei der Überstundenberechnung pro Monat wird die Berechnung jeden gesamten Monat durchgeführt und alle vergangenen Monate im Jahreskonto summiert. Das Monatskonto wird angelegt, sobald eine Arbeitszeit oder ein Fehltag (Urlaub, Krankheit, Feiertagsausgleich, Schultag, freier Tag oder Sonderurlaub) erfasst wird.

 

 

Wird ein Mitarbeiter erst Mitte des Monats eingestellt, kann mit einem Klick auf den blauen Stift das Monatskonto bearbeitet werden. Du kannst nachträglich die Sollstunden für den Monat anteilsmäßig anpassen. Das Eingabeformat ist an dieser Stelle HH:MM, also zum Beispiel 140:00 für 140 Stunden.

Auch die Abwesenheitszeit kann geändert werden. Sollen Abwesenheitstage nur mit 4 Stunden gerechnet werden, kannst Du hier 04:00 angeben. Nach dem Speichern wird der Monat neu berechnet. Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf bereits berechnete Monate.

Mit dem Löschen Button kannst Du den Monat von der Überstundenberechnung ausnehmen. Die angefallenen Überstunden werden gelöscht und nicht im Jahreskonto berücksichtigt. Das hat KEINEN Einfluss auf geleistete Arbeitsstunden oder eingetragene Urlaubstage!

Wenn Du den Monat erneut aufrufst und auf Speichern klickst, wird er wieder neu berechnet. Die Plus- und Minusstunden werden auch hier auf dem Jahreskonto gesammelt.